Einführung

 

Die Idee...


 ... des BürgerServiceNetzes (kurz BSN) besteht darin, die sich in Entwicklung befindlichen E-Government-Infrastrukturen mit zusätzlichen Zugangs-Komponenten auszustatten - so genannten BürgerKiosken. Das BürgerServiceNetz baut also nicht auf der Grünen Wiese auf, sondern stellt eine Erweiterung des bereits konzipierten Multikanal-Zugangs zu Bürgerdiensten dar.

Die BürgertKioske sollen einerseits die weniger internetkundigen Bürger in die Entwicklungen des E-Government einbeziehen und andererseits dünn besiedelte ländliche Gebiete besser mit Verwaltungs- und anderen (auch kommerziellen) elektronischen Dienstleistungen versorgen.

Um dies zu realisieren, sind in die Dialogsysteme der Bürgerkioske Sprechverbindungen zu Service-Centern integriert. Benötigt ein Bürger Unterstützung bei der Nutzung eines elektronischen Angebots, kann er kontextabhängig ein zuständiges Service-Center rufen. Dabei können die Service-Center-Mitarbeiter z.B. Dateneingaben für den Bürger übernehmen, während dieser die Eingabe am Bildschirm verfolgt.

Durch die Kombination von elektronischen Dienstleistungen und Angeboten aus Verwaltung und Wirtschaft werden die Bürger benutzerfreundlich ihre Angelegenheiten von einem Anlaufpunkt aus erledigen können. Dazu gehören z.B.:

- Antragsstellung, Formular-Download, Informationen zu Zuständigkeiten und Öffnungszeiten der öffentlichen Verwaltung,
- Suche nach Jobangeboten, Meldungen an die Arbeitsagentur,
- Kauf von Fahrkarten, Flugtickets und Eintrittskarten,
- Bestellung von Waren bei Versandhändlern und lokalen Produktanbietern,
- Reservierung von Mietwagen,
- Nutzung des Online-Angebots von LOTTO.

Die Umsetzung...

... des BürgerServiceNetzes erfolgt zunächst im Rahmen von Lehrveranstaltungen und in Projektgruppen durch Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende der FH Brandenburg.

Die dabei behandelten bzw. zu untersuchenden Themen sind unter anderen

  - E-Government-Anwendungen und Dienste: Klassifikation, Bedarf und Darstellung,
  - Spezifikation, Identifikation und Visualisierung von Dienstleistungen 
    und kommunalen Produkten,
  - IT-Infrastrukturen: Software, Netze und Architekturen für E-Government-Anwendungen,
  - Call-Center und Help-Desk-Technologien,
  - Endgeräte-Technologie und Ergonomie,
  - Authentifizierung und Bezahlung.
 

Durch Kooperation mit unseren Partnern konnten bereits praktikable Lösungen erarbeitet werden, die im Rahmen von Live-Demonstrationen ihre erste Bewährungsprobe bestanden haben.
Derzeit wird an der Weiterentwicklung der technischen Basis (d.h. der IT-Infrastruktur) gearbeitet. Darüber hinaus geht es darum, die Machbarkeit der Implementierung der verschiedensten Angebote der Verwaltung und kommerzieller Anbieter nachzuweisen.

Das Team der FH Brandenburg arbeitet daran, interessierte Verwaltungen und kommerzielle Anbieter mit potenziellen Betreibern des BSN zusammenzubringen. So wollen wir ein sich selbst tragendes Projekt initiieren und dieses künftig wissenschaftlich begleiten.

     
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